… Junimond Ilmenau. Tja, ein letztes Mal waren wir (Dominik et moi) also nochmal da. Stitzi, Katarina und Lars getroffen, Diplom verteidigt, gepunktet, gefahren. Das wars. Nicht mehr und nicht weniger. Ilmenau war strange. Auf dem Hin-Weg haben wir (wetterbedingt) die für mich noch neue A71 ab Schweinfurt getestet. Und während wir noch scherzen, dass wir jetzt wieder ins Nirgendwo fahren, passieren wir Autobahnschilder ohne Aufdruck… Naja und geregnet hats, als würds nie wieder regnen, aber gut, das war in Ilmenau ja schon immer im Preis mit drin. Dafür gingen die Schranken nochmal für mich zu… Naja gut eigentlich für den Zug, der wieder durchfährt. Und jetzt sind wir beide Diplom-Heinis… Ick freu mir. Aber unverschämterweise steht trotzdem keiner auf, wenn ich jetzt nen Raum betrete, ich geh im Wasser nach wie vor unter und hormonell is auch alles beim Alten… Naja, jetzt werd ich noch den letzten Rest Ilmenauer Bürokratie abfrühstücken und dann wars das. Strange und schön zugleich. Obwohl mir eins bei diesem unserem letzten Besuch mehr als deutlich geworden ist: mein Ilmenau ist schon lange tot. Und München *schmacht*… na das erzähl ich euch ein anderes Mal.
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Was hat 4.772 Zeilen mit 870 Absätzen auf 152 Seiten und beinhaltet 283.978 Zeichen, die zusammen mit 38.958 Leerzeichen insgesamt 39.709 Wörter ergeben? Richtig: eine Diplomarbeit…
“Die Soziologie ist der Mißbrauch einer zu diesem Zweck erfudenen Terminologie.”
(Dorfners Donnerstalk - 3sat)
Wo´s recht ham, ham´s recht…
Gestern Nacht ist durch einige wenige Sätze in einer anderen Publikation ein zentraler Strang meiner Argumentation beinahe vollständig in sich zusammengebrochen… Toll denk ich mir, schlaf mal drüber. Morgen sieht die Welt schonwieder anders aus… Und was soll ich sagen? SIE TUT ES NICHT!
)(&/&$%§&%//()(==)(=::;_:(/%/(……:evil:
Kann mir jemand erklären, warum mein beschissenes Szstem immer gerade dann, wenn ich so richig gut im Tippen drin bin, auf den amerikanischen Yeichensaty umschaltet…? Mach nur soweiter… Du hast es gnau beinand!
Ich wollt eigentlich garnix schreiben… Aber ich muss, denn ich bin aufgedreht! Die letzten Male, als ich um die Zeit nachts vor einem Personalcomputer so kirre war, waren mehrstündge, großartige und zum Schluss unentschiedene Command ´n Conquer-Sessions während meiner noch aktiven Studienzeit, die mir heute noch ein wohlig warmes Gefühl über den digitalen Rücken huschen lassen, uns damals allerdings so aufkratzten, dass an spontanen Schlaf ohne künstliche Blockade einiger Synapsen und/oder Neurotransmitter nicht zu denken war.
Jetzt gerade liegt die Wurzel des Übels allerdings, wie sollte es auch anders sein, in der Wissenschaft. Ich bin nämlich mit der ersten Transkription des ersten einiger Interviews, die ich für meine Diplomarbeit führen musste, fertig. 31:05 Minuten - 16 Seiten Text. Beim Film wär das ein guter Schnitt. Und der Schlauch spielt jetzt PingPong im Oberstübchen. Mittlerweile hab ich mir schon angekuckt, wie man ein 12”-Powerbook zerlegt, obwohl ich garkeins hab, parallel mit Olli´s iPod easy gelistened und versucht, mich von einer gewissen Gleichgültigkeit im Bezug auf unerklärliche Dinge zu überzeugen, die mein tolles Dell Notebook, mein Drecks Betriebssystem oder worans auch grad wieder liegen mag, mal wieder an den Tag legt. Ohne Erfolg. Bis das Diplom uns scheidet?
Warum strahlen Apple-User nur immer diese unglaubliche Ausgeglichenheit aus? Und warum zum Henker gibt es immer noch kein wirklich funktionierende Spracherkennungssoftware, durch die ich den Mist eben nicht abtippen müsste? Und warum haben mich meine Eltern damals in der Schule zum Stenographie-Nachmittagsunterricht geschickt und verdammt noch mal nicht wenigstens in Schreibmaschinen-Kurs…? Da fehlt ein “den”… egal.
Fragen über Fragen, die ich heute noch zu beantworten ich nicht mehr im Stande bin… Aber die neue Dittsche-Folge heut war super!
Diplomieren ist eine Belastungsprobe für Ausdauer, Konzentration und Motivation, soviel ist klar. Auch mag Ruhe die Konzentration erheblich fördern… Daher freut es mich umso mehr, heute bekannt geben zu können, dass die kleine Luzi (oder wie das Drecksblag heißt…) heute ihr Kindergeburtstag bei uns im Hof feiert… für all die Gören, die leider keine Zeit haben (und viele können das ned sein, die meisten sind glaub ich hier…), selbst zu kommen, will ich versuchen, das Programm quasi Live on Blog kurz aufzuschreiben, damit sie wissen, was sie verpasst haben…:cool:
15:00 Uhr: Kaffe (für die Eltern) und Kuchen (für die lieben Kleinen): es kommt zu ersten Tumulten, offensichtlich scheint nur schwer Einigkeit in der Frage zu erzielen zu sein, wer denn nun welches Stück von den völlig identischen Muffins abkriegt… Versöhnende Worte der Eltern, alle Stücke seien gleich und der verzeifelte Erziehungversuch, den Steppkes Neid abzugewöhnen, finden keinerlei Nährboden…
16:00 Uhr: Tod dem Kasperletheater! Es lebe die Zauberei… Meine letzten Erlebnisse mit einem Zauberer möchte ich an dieser Stelle in Susi´s und meinem Interesse nicht zum Besten geben, also zurück zu dem magischen Clown unten im Hof. In Copperfield-ähnlicher Siegfried-&-Roy-Manie vermag auch er es beinahe so geschickt wie good old Kasperle, die lieben kleinen wie auf Kommando zu Verzückungsschreien jenseits der 100dB zu bewegen… Hut ab! Scheint sein Geld wert zu sein, der Heinz…
16:25 Uhr: Ein Mutter fragt lautstark, ob noch jemand Kafee wolle… Und weil Heinz (ich nenn Meister-Magic jetz einfach mal so) die Blagen so herrlich auf gleichzeitiges Posaunen konditioniert hat, stimmten treu alle unter 5 Jahren ein: Jaaaa… Ich… So war das wohl nicht gemeint…
17:05 Uhr: The show is over… Nein, leider nicht der Kinderfasching! Heinz muss gehen… Und wie verabschiedet man sich? Richtig: mit einem Lied… Welches kann ich leider ned sagen, denn ich glaube jedes Kind singt sein Eigenes… Oh du herrliche Eintracht…
17:56 Uhr: Ach Du Scheiße! Die Lage spitzt sich zu! Auf meinem Balkon (der über eine Außentreppe frei zugänglich ist) steht ein etwa Dreijähriger mit einem Eishockeyschläger und brüllt irgendwas von Piraten… Shit, ich glaub die Bratzen lesen mein blog!
17:57 Uhr: Ich schließe mein (einziges) Fenster… Sollte ich bis morgen nichts Neues hören lassen, bin ich angesichts der eigentlich erfreulich warmen Temperaturen draußen hier drin erstickt…
Naja. Hätte ich es den lieben Kleinen nicht gegönnt, hätte ich ja was sagen können…
Happy Birthady… ähh… Luzi?
O.k. gehen wir erstens mal davon aus, das ein Kleinkind so zwischen 2 und 9 Jahren am Tag ungefähr 25 Minuten (und das is ne wohlwollende Schätzung) plärrt, schreit, weint, kreischt, flenn, heult, fiept, quiekt und was Kinder sonst noch alles für gemeine und Diplomanden-Nerven zerfetzende Geräusche machen können… Gehen wir zweitens davon aus, dass die kleinen Lieblinge um 8 ins Bett müssen und um 8 wieder raus, folglich hat ein Kindertag (das is sowas ähnliches wie Hundejahre) 12 Stunden und somit 720 Minuten. Die Zeit, in der gegessen und gebadet wird wollt ich zunächst auch noch abziehen aber dann schallerte ein “JETZ ISS HALD ENDLICH MAL 2 MINUTEN IN RUHE…” umrahmt von einem “Määääääääiiiiiiiiiuuuuuuäääääähhhhhhh” gegen meinen Balkon, also Schwups, die Zeit wieder drauf…:mad: Ausgehend also von den 25 Minuten Plärrzeit ohne Hirnschaden durch Sauerstoffmangeln im Gehirn wohnen meiner Wohnung irgendwie zugewandt 28,8 Kinder… In respektvoller Beachtung geltenden deutschen Rechts werd ich an dieser Stelle jegliche weiteren Kommentare einstellen…:evil:
P.S.: …und das is kein Vorwurf an die Kinder! Ich würd auch schreien, wenn ich´s dürft…:cool:
Sodalla, ihr diplomierenden Münchner Brüder und Schwestern im Geiste. Nachdem mich einige von Euch in den letzten Tagen immer wieder danach gefragt haben, hier mal eine kleine Zusammenstellung potentieller Literaturlieferanten bei uns in Minger:
Bayerische Staatsbibliothek - MagazinBibo, Wartezeit 1-4 Tage
FH München
TU München
Studentenwerksbibliothek - umfangreicher Präsenzbestand, Kosten für nicht-Münchner Studis 1/2 Semesterbeitrag (ich glaub um die 15¤) für 6 Monate
Ein weiteres Hilfsmittel ist der Deutsche Nationalbibliografie online (Katalogdatenbank ILTIS). Dort kann man schnell und unkompliziert z.B. mit der ISBN-Nummer sämtliche bibliographischen Daten online abfragen, gern auch kopieren und in die eigene Literaturliste einfügen… Spart Tipparbeit!
Außerdem gibts gerade für die Fernleihe den Bibliotheksverbund Bayern. Jedoch muss man dort die Heimatbibliothek angeben und sofern sich ein Buch auch nur im Bestand einer ortsansässigen Bibliothek befindet, entliehen bis Bagdad oder nicht, darf man es nicht in einer anderen Bibo ausleihen.
Viel Spaß, beim Suchen…
Da sitzt man also pflichtgemäß und tippt Diplom… Das heißt man würde gerne… Zur Sicherheit hatte ich mir erlaubt, meinem Word die Anweisung zu erteilen, alle Pfiff lang selbsttätig zu Speichern, um nicht am Ende noch die geistigen Ergüsse der letzten viertel Stunde zu verlieren. Nach den Warnungen einiger Mitglieder meiner diplomatischen Bezugsgruppe hatte ich mich ebenfalls dazu durchgerungen, die einzelnen Kapitel auf verschiedene Dateien zu verteilen, um der Leistung etwas Vorschub zu gewähren. Und dann das: er speicherte, der Rechner stand und nach ca. 10 Minuten konnte man die Arbeit auch schon wieder fortsetzen… hä? Was´n nu? Alles klar, wir brauchen Platz auf der Platte, es will ja ausgelagert werden… *lösch* Weiter geht´s… Watt? Wie jetz? *Vollstop* Kann ned sein… O.k. defragmentier mer mal… Stunden vergehen… *weitertipp* Wieder die gleiche Scheiße… Jetz machste mal sicherheitshalber ein Backup auf den Desktop, am Ende geht hier noch was komplett in Sack… *Kopier* estimated time of file arrival: 30 Min. … WAS???? Warum ich…? Und warum zum Henker hat das Drecks-Wordfile mit knapp 9 Seiten (ohne Grafiken) 100MB…??? Strg-A, Strg-C, Strg-N, Strg-V, Strg-S… 50kB… Hmmmmmmmm, dieses wohlig warme Gefühl des Sieges… Danke Microsoft…






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