Nachdem ich die letzten Tage damit verbracht habe, mich über den scheinbaren Tod meines knapp 5 Jahre alten “Dell Inspiron 8200 Notebooks” zu ärgern und bereits die Fühler nach potenziellen Nachfolgern aus der Kategorie unbezahlbar “vistafähig” ausgestreck hatte, haben es die Götter des Elektroschrotts doch noch einmal gut mit mir gemeint. Ich konnts reparieren. Und nachdem ich an vielen Stellen im Netz verzweifelte Anfragen mit ähnlicher Problemstellung gefunden hab, will ich hier kurz niederlegen, wie man aus der Scheiße wieder rauskommt:
1. Problem(e)
Stufe 1: Das Inspiron 8200 lässt sich nurnoch gemeinsam mit Akku und Netzteil betreiben. Eine Komponente allein genügt nicht mehr. Windows glaubt denkt interpretiert irrt es läuft auf Akku. Sonst stabil.
Stufe 2: Es wird Strom vom Akku gezogen, aber nicht mehr geladen. Ein beherztes Reinballern des Akkus ließ ihn bei 7% zum Stehen kommen. An dieser Stelle empfiehlt sich ein umfangreiches Backup!
Stufe 3: Es lässt sich nicht mehr starten. Egal wie, es tut sich nichts mehr. Nada, niente, Nullinger.
2. Ursache: (zumindest bei mir)
Die Angaben sind natürlich ohne Gewähr, bei mir wars allerdings das sog. “Power Charging Board”, eine 3×4cm kleine Platine, die südlich der Grafikkarte auf dem Mainboard verbaut ist. “Board” is hier schon etwas dick aufgetragen.

3. Lösung:
Nach 5 Jahren kann man von Dell nurnoch bedingt Hilfe erwarten. Zumindest nicht zu einen akzeptablen Preis. Dies hätte in meine Fall einen wirtschaftlichen Totalschaden bedeutet. Kosten von bis zu 400¤ wurden mir in Aussicht gestellt. Also 400 im Sinn.
Stufe 1: Wir besorgen uns auf eBay ein Ersatzteil (das es laut Dell nicht zu kaufen gibt -> Unsinn im Sinn), z.B. hier. Kostenpunkt ca. 25¤ (inkl. Versand), Lieferzeit 2 Tage. Also nochmal 25 im Sinn.
Stufe 2: Sicherheitshalber besorgt man sich beim Conrad oder anderswo so ein Ich-erd-mich-am-Heizkörper-Armband, um ned noch mehr kaputt zu machen. Kosten ca. 12¤, richtig 12 im Sinn. Außerdem sollte ein Schraubendreher mit magnetischer Spitze vorhanden sein, aber wer sich an sowas wagt, sollte sowas eh besitzen.
Stufe 3: Zerlegen des Boliden. Dafür ist dell so nett und stellt einem eine kostenlose Bastelanleitung ins Netz und zwar sogar mit Bildchen. Zu finden hier. Hier sollte man nicht allzu zimperlich sein, besonders das “hinge cover” und der “palm rest” sind recht fest gesteckt… Wir folgen den (englischen) Anweisungen, zerlegen das Teil (Armband nicht vergessen!), Tauschen das “Board” aus, bauen alles wieder zusammen, starten neu und gut isses. Dauer, wenn mans ganz genau nimmt und noch etwas “feucht rauswischt”, wos eh schonmal offen ist, ca. 1 Stunde. Und schon is alles wieder heile (und sogar noch sauber). Allendhalben die Systemzeit muss evtl. im Bios neu eingestellt werden, also nicht erschrecken, wenn beim Boten kurz piepst!
4. Fazit:
Wir holen also alles ausm Sinn, was da so grad drin ist: 25¤ Teil + Hunger 12¤ Sicherheitsmaßnahmen = 37¤ vs. bis zu 400¤ bei dell (+ Unsinn)… Sollte diese Prozedur allerdings keine Abhilfe schaffen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit exponentiell, dass es sich ums Mainboard handelt und dann wars das wohl wirklich. Aber ich denke in Anbetracht der geringen Kosten, isses einen Versuch durchaus wert. Zur Ehrenrettung von Dell muss man sagen, dass der Servicetechniker am Telefon sehr hilfsbereit war und mich erst auf die Möglichkeit mit dem Teil gebracht hat… er wollt hald nur die Bezahlung eines Gehirnchirurgen.






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